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Mit der Veröffentlichung der Evolutionstheorie Darwins im Jahr 1859 stellte sich für die Christen die Frage, wie sich das Schöpfungshandeln Gottes, wie es in der Bibel bezeugt ist, zu einem evolutionären Prozess verhalte. Viele sahen kein Problem darin, beides zusammenzubringen, allerdings nur sofern dieser Prozess zielgerichtet sei. Der Evolutionsgedanke an sich war bei Charles Darwin bekanntlich nicht neu, neu war aber, dass er einen natürlichen, erstmals plausibel erscheinenden Prozess für den Ablauf der Evolution vorschlug. Das machte die Sache besonders brisant.
von Dr. Reinhard Junker
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In regelmäßigen Abständen wird in den Medien über Kinderpornographie berichtet. Es ist ein ganz dunkles Kapitel abnormen Sexualverhaltens. Darüber hinaus kann kaum abgeschätzt werden, welche seelischen Schäden die betroffenen Kinder davontragen. Als seien sie ein beliebiges Produkt der Wegwerfgesellschaft, werden sie verführt, vergewaltigt und oft auch noch getötet. Überlebt ein Kind die Übergriffe dieser perversen Erwachsenenwelt, hat es kaum mehr eine Chance, ein normales Leben zu führen.
von Markus Sigloch
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I. Der wohl bedeutendste deutschsprachige katholische Theologe des 20. Jahrhunderts, Karl Rahner (1904–1984), hat am Ende seiner Schaffenszeit die Vermutung geäußert, dass „der Christ der Zukunft ein Mystiker sei oder nicht mehr sei“1. Tatsächlich sind es erfahrungsstheologische Entwürfe, die sich im Anschluss an die ‚unterkühlte‘ Wort-Theologie eines Karl Barth oder Emil Brunner konfessionelle Grenzen sprengender […]
von Ron Kubsch
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Ihr seid aufgebaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, wobei Christus Jesus selbst Eckstein ist. In ihm zusammengefügt, wächst der ganze Bau zu einem heiligen Tempel im Herrn, und in ihm werdet auch ihr mitaufgebaut zu einer Behausung Gottes im Geist. - Eph 2, 20-22
von Johannes Pflaum
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Darwin wurde seit der Veröffentlichung seines Buches über den Ursprung der Arten (Origin of Species) auch mit der „Affenabstammung“ des Menschen in Verbindung gebracht. In Origin äußerte er sich über den Menschen allerdings noch sehr zurückhaltend: „Licht wird fallen auf den Ursprung des Menschen und seine Geschichte“ schrieb er gegen Ende des Buches. Die Schlussfolgerung, […]
von Dr. Reinhard Junker
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Vor wenigen Wochen rief mich der Pastor einer Gemeinde in Norddeutschland an. Er wollte den heute üblichen Mainstream der Evangelikalen einschlagen und duldete deswegen in seiner Gemeinde gemäßigte charismatische – wie er jedenfalls meinte – Kundgebungen. Das Praktizieren – besonders der prophetischen Gabe – wollte man nicht abweisen. Es heißt doch, „Weissagung verachtet nicht“ usw. […]
von Alexander Seibel
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Charles Darwin selbst hielt es für ein Problem, eine theistische Evolution zu behaupten. Da Evolution nur zusammen mit Tod und Leid zu denken ist, widersprach er Kollegen, die die Entstehung der Arten mit einer gütigen Vorsehung und Leitung Gottes verbinden wollten. Es müsste ein grausamer und dem Leid gegenüber gleichgültiger Gott sein, der so lenken würde. Die christliche Lehre von der Vorsehung Gottes, die heute vielen wichtig ist, schließt den Glauben an die Evolution praktisch aus.
von Holger Lahayne
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Die Evangelikale Bewegung ist in einer Identitätskrise, in der ihre Fundamente in Zweifel gezogen werden.
Auf die Diskussion darüber reagiert auch die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) als Dachorganisation der Evangelikalen.
Die Veröffentlichungen der führenden Vertreter zeigen aber Mutlosigkeit und Orientierungslosigkeit, die am deutlichsten im ausführlichen Ruf zur Einheit von Ulrich Eggers deutlich werden.
von Thomas Jeising
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"Die modern-rationalistische Kritik wider die Heilige Schrift trübt und verschüttet den Freudenquell des Christen im Worte Gottes." So erklärt es das frühere Bibelbund-Mitglied Prof. Dr. Friedrich Hashagen (1841-1925). Seine Theologie ist gleichermaßen von der Treue zu Gottes Wort geprägt, wie von einem seelsorgerlichen Blick für den Menschen. Das kommt in seinen „Seelsorgerlichen Kreuzfahrten im Kampf wider kräftige Irrtümer“ zum Ausdruck, wie auch in seinen anderen Schriften. Er lehnte die Bibelkritik nicht nur aus wissenschaftlichen Gründen ab, sondern zeigte auch, welche negativen Auswirkungen sie auf das „Seelenleben“ des Christen haben muss. Deswegen nennt er seinen Beitrag auch „einen Schrei aus tiefer Not“.
von Prof. Dr. Friedrich Hashagen
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Im Jahr 2021 wurde auf verschiedene Weise 1700 Jahren jüdischen Lebens in Deutschland gedacht. Dass das jüdische Leben stark mit dem christlichen verbunden war und ist, ist schon beim Blick in die Bibel deutlich. Allerdings gibt es auch zahlreiche Spuren in unserer Sprache vom Schlamassel bis zum Schmusen.
von Thomas Jeising