Nicht einmal Christen scheinen die christlichen Wurzeln des Westens bewusst zu sein. Sie nehmen zwar wahr, dass in den letzten Jahrzehnten einiges von diesem Fundament wegbricht, bleiben aber meist allzu oberflächlich. Dabei zeigen zahlreiche historisch belegbare Entwicklungen, wie stark eindeutig christliches Denken die westlichen Gesellschaften geprägt haben und die Rede vom christlichen Abendland keineswegs falsch ist. Die Werte sind auch nicht an der Oberfläche geblieben, sondern haben unsere Institutionen genauso geprägt wie die Psychologie der Menschen. Zu den zahlreichen Beispielen gehört der Ersatz des Clan-Denkens mit seiner Bevorzugung von Angehörigen durch allgemeine Rechtsnormen, die für alle gleichermaßen gelten. Die Einführung und Verankerung der Ein-Ehe hat die Gesellschaft erheblich verändert. Das Verständnis vom Wert allgemeiner Bildung ist christlich. Die Folgen der Verdrängung christlicher Wurzeln zeigen sich bisher überwiegend negativ.
Was macht eigentlich den Wert eines Menschen aus?
In der Diskussion um die Nutzung embryonaler Stammzellen stellt sich die Frage, ab wann der Mensch ein Mensch ist? Wie weit darf im Umgang mit embryonalen Stammzellen gegangen werden und wann ist eine Grenze erreicht?