LiteraturBuchbesprechungen

Der Genderwahn

Kleina, Eberhard. Der Genderwahn. Wie eine unsinnige Ideologie uns umerziehen und beherrschen will. Lage: Lichtzeichen Verlag 2017. 105 S. Paperback: 3,50 Euro. ISBN: 978-3-86954-349-9.

Eberhard Kleina studierte evangelische Theologie an der Universität Göttingen und arbeitete nach dem zweiten theologischen Examen mehr als 30 Jahre als Berufsschulpfarrer. In seinem neusten Buch beleuchtet er zunächst die Hintergründe für die Entstehung der Gender-Mainstreaming-Ideologie. Er weist nach, dass diese Ideologie vom Marxismus, Feminismus und der APO-Bewegung stark beeinflusst wurde und inzwischen – demokratisch nicht legitimiert – über die UNO, EU und Landesregierungen den Menschen übergestülpt wird. Gender-Mainstreaming (GM) leugnet die sozialen Unterschiede der Geschlechter und behauptet, dass alle männlichen und weiblichen Geschlechterrollen nur anerzogen und nicht genetisch bedingt seien. Obwohl die Hirnforschung längst gezeigt hat, dass Männer und Frauen sich physiologisch deutlich unterscheiden, hält man daran fest, dass ein Mensch letztlich weder als Mann noch als Frau zur Welt komme, sondern erst durch die Erziehung dazu geformt werde. Das Ziel ist die Abschaffung jeglicher Unterschiede von Mann und Frau und die Zerstörung der Familie. Frauenquote in Vorständen und Auf­sichts­räten, gender­ge­rechte Spra­che (nicht mehr: die Polizei, dein Freund und Helfer, sondern: Die Polizei, deine Freundin und Helferin; nicht mehr: Schneemann, sondern: Schneemann und Schneefrau), fächerübergreifender Sexualunterricht schon in der Grundschule mit dem Schwerpunkt auf einer „Sexualpädagogik der Vielfalt“, Unisex-Toiletten und in manchen Städten Fußgängerampeln mit dem Bild von zwei Schwulen sind nur einige der bereits eingeführten Veränderungen, die die GM-Ideologie bewirkt hat. Kleina weist nach, dass die evangelischen Landeskirchen großenteils GM befürworten und fördern und dafür eigens ein Studienzentrum für Genderfragen am Hauptsitz der Ev. Kirchen in Deutschland in Hannover eingerichtet haben. Auch die in evangelischen Landeskirchen benutzte Bibel in gerechter Sprache – eine im feministischen Geist geschaffene Übersetzung – verbreitet GM-Gedankengut, indem sie den Bibeltext verfälscht und von „heiliger Geistin“ oder (im Vaterunser) von „Du, Gott, bist uns Vater und Mutter im Himmel“ spricht.

Das kleine Büchlein von Kleina ist ein Augenöffner, dem man nur eine weite Verbreitung wünschen kann, damit möglichst viele Menschen die antichristliche Ideologie von GM erkennen und sich zur Wehr setzen, bevor dieser Millionen Euro von Steuergeldern verschlingende Unsinn die Gesellschaft völlig verunstaltet hat.