ThemenBuchbesprechungen, Gemeindeleben

Ich will nicht mehr zur Kirche gehen

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Ähnlich könnte man dies auch für Geschichten formulieren: Von einer Erzählung bleibt oft mehr hängen als von einer systematischen Abhandlung. So sind weite Teile der Bibel erzählend. Keiner ist wie Petrus, trotzdem können wir aus Gottes Umgang mit seinem leitenden Apostel viel lernen. Es ist demnach nicht verwunderlich, dass das in Erzählform gehaltene Buch „Der Schrei der Wildgänse“1 in evangelikalen Kreisen auf erhebliches Interesse stösst. Die Lektüre ist mir von mehreren Seiten angetragen worden und hat bei mir eine intensive Auseinandersetzung ausgelöst.

In dreizehn Kapiteln wird über die schrittweise innerliche Veränderung eines Ex-Co-Pastors einer „gut geölten“ Gemeindemaschinerie in den USA berichtet. Der Bericht über sein Inneres, aber auch über das, was in seiner Gemeinde abgegangen ist, erschüttert. Unschwer verknüpfte ich die verschiedenen Vorkommnisse mit eigenen Erlebnissen, denn verschiedene Facetten des Gemeindealltags sind realistisch beschrieben:

  • Leute fallen kurzfristig aus und sorgen für Programmnotstand.
  • Leute beschweren sich über die Unfreundlichkeit, die ihnen in der Gemeinde entgegen kommt.
  • Exorbitant viel Zeit geht für neue Bauprogramme drauf.
  • Es wird ein aufwändiges Kinderarbeitsprogramm vorbereitet – viel Konsum mit ausgeklügeltem Belohnungssystem.
  • Internetpornographie beschäftigt einen Gutteil der Männer (und Frauen) – doch niemand spricht darüber.
  • Leitende Mitarbeiter haben eine Affäre, Vorzeigefamilien fallen auseinander.

Die Liste könnte fortgeführt werden.
Jake, die eine Hauptfigur, stellt fest:

„Woche für Woche das gleiche Programm abzusitzen, laugt einen aus. Hast du nicht genug davon, Jahr für Jahr feststellen zu müssen, dass du in dieselben Versuchungen fällst, dieselben unbeantworteten Ge- bete betest und keine Anzeichen dafür siehst, dass du Gottes Stimme mit grösserer Klarheit wahrnimmst?“ (S. 36)

Für die Autoren Jacobsen und Coleman, die in der Erstellungsphase jedes der Kapitel zuerst „online“ gestellt haben, sind dies Symptome für ein falsches Verständnis von Kirche. Sie lebt nicht mehr durch die Beziehung zu Jesus, sondern ist zu einem religiösen System geworden. Einige Aussagen dazu:

„Es gibt kein stärkeres Gefängnis als religiöse Pflicht.“ (S. 53)

„Wir benutzen Schuldgefühle, um das Verhalten der Leute anzupassen, und merken dabei nicht, dass dieselbe Schuld sie von Gott fernhält.“ (S. 55)

„Wenn man gemeinsam eine Institution aufbaut, muss man sie und ihre Güter schützen, um gute Verwalter zu sein.“ (S. 77)

„Wenn der Pastor in einem gut ist, dann darin, seine eigene Haut zu retten.“ (S. 79)

Die Kirche dient der Befriedigung persönlicher Bedürfnisse: Jeder benötigt sie für etwas. (S. 80)

„Ich versuche die Erwartungen anderer zu erfüllen, und gleichzeitig versuche ich andere dahingehend zu manipulieren, dass sie meine erfüllen.“ (S. 84)

„Institutionalismus bringt aufgabenbasierte Freundschaften hervor.“ (S. 110)

Treffen werden zum Ersatz für Gottes Gegenwart. (S. 124)

Religion macht Leute von ihren Leitern abhängig. (S. 141)

Religion wird zum Scham-Management-System, oft mit den besten Absichten, aber immer mit den schlimmsten Folgen. (S. 165)

Der Autor lässt die andere Hauptfigur, John, Witwer und Beauftragter Gottes zur Wiederherstellung von Beziehungen, intensive Dialoge mit Jake austragen. Er begegnet ihm an Schnittstellen seines Veränderungsprozesses.

Ich habe vier Themen ausgewählt, die immer wieder Teil meiner Diskussionen mit „Ex-Freikirchlern“ sind: Wer war Jesus wirklich? Was bedeutet sein Kreuzestod? In welcher Form können wir mit seiner täglichen Führung rechnen? Und was ist das Verhältnis von Kirche und Institution?

1. Wer war Jesus wirklich?

Als erstes stellt John das geläufige Jesus-Bild in Frage. Ein kluger Anfang, denn das Gottesbild, d.h. unsere Gedanken über ihn, prägen unser Handeln. „Wer war Jesus wirklich?“

„Im Zentrum seines Wesens war Liebe. (…) Und trotz dieser Liebe war er völlig ehrlich. Selbst wenn er durch seine Taten und Worte die finstersten Motive der Leute aufdeckte, fühlten diese sich nicht beschämt. … In seinen Worten lag auch nicht die kleinste Spur einer Verurteilung; sie waren lediglich eine Einladung, zu Gott zu kommen und frei zu werden.“ (S. 16)

John verspricht Jake, dass eine innige Jesus-Beziehung Sinn und Ziel und eine Lebensfülle geben würden, die ihn „durch jeden Stress und jeden Schmerz hindurchträgt. Er wird Sie von innen her verändern, um Ihnen zu eigen, was wahre Freiheit und echte Freude ist.“ (S. 19)

„Er sandte seinen Sohn nicht mit einer Liste einzuhaltender Vorschriften oder zu praktizierender Rituale zu uns. Sein Auftrag war es, uns in seine Liebe einzuladen – in eine Beziehung zu seinem Vater, die er als Freundschaft beschrieb.“ (S. 34)

„Dieses Leben ist keine philosophische Idee, die man sich ausdenken könnte, und auch keine theologische Theorie, über die man diskutieren könnte. Es ist Fülle. Es ist Freiheit. Es ist Freude und Frieden, egal, was passiert – selbst wenn dein Arzt dir mitteilen muss, dass du Krebs hast.“ (S. 31)

„Seine Liebe bekommen wir nicht dadurch, dass wir nach seinen Maßstäben leben, sondern wir finden sie am tiefsten Punkt der Zerbrochenheit unseres Lebens.“ (S. 66)

Liebe, keine Verurteilung, Ehrlichkeit, Einladung, Lebensfülle, Freiheit, Freude, Friede, egal was passiert. Nehmen wir ein Beispiel aus der Bibel: Die Begegnung von Jesus mit einer Samaritanerin. Dort finde ich zumindest Teile dieses Bildes bestätigt.

Jesus überschreitet buchstäblich Grenzen: „Er musste aber durch Samaria hindurchziehen.“ (Joh 4,4) Johannes fügt erklärend hinzu: „Juden verkehren nämlich nicht mit Samaritanern.“ (Joh 4,9)

Jesus wird zum Bittenden, er teilt nicht von oben herab aus. „Jesus war müde von der Reise. … Eine Frau aus Samaria kommt, um Wasser zu schöpfen. Jesus sagt zu ihr: Gib mir zu trinken!“ (Joh 4,6+7)

Jesus kennt kein Ansehen der Person. Er spricht von sich aus eine Samaritanerin an! Die Jünger „wunderten sich, dass er mit einer Frau redete.“ (Joh 4,27) Er nimmt das Risiko auf sich, sogar von seinen Anhängern in Frage gestellt zu werden.

Jesus nützt die alltägliche Situation und das Wasser als Aufhänger für die geistliche Bedürftigkeit des Gegenübers. „Jeder, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst haben. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, der wird in Ewigkeit nicht mehr Durst haben.“ (Joh 4,13+14) Dadurch weckt er ihr Interesse: „Die Frau sagt zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich nicht mehr Durst habe und hierher kommen muss, um zu schöpfen.“ (Joh 4,15)

Jesus baut Brücken ohne bloßzustellen.
Doch das ist nur die eine Seite von Jesus.

Jesus baut Brücken, ohne die Frau bloß­zustellen. Sie hatte sich sozial isoliert – sonst wäre sie abends zum Brunnen gegangen. Sie hatte fünf Beziehungen hinter sich. Jesus spricht ihre Lebensprobleme behutsam an: „Er sagt zu ihr: Geh, rufe deinen Mann und komm hierher! Die Frau entgegnete ihm: Ich habe keinen Mann. Jesus spricht zu ihr: Zu Recht hast du gesagt: Einen Mann habe ich nicht. Denn fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Damit hast du die Wahrheit gesagt.“ (Joh 4,16-18)

Behutsam hatte Jesus den zentralen Punkt angesteuert – seine Selbstoffenbarung als Messias: „Die Frau sagt zu ihm: Ich weiss, dass der Messias kommt, den man den Gesalbten nennt; wenn jener kommt, wird er uns alles kundtun. Jesus sagt zu ihr: Ich bin es, ich, der mit dir spricht.“ (Joh 4,25+26)

Dies ist jedoch nur eine Seite von Jesus. Beim Lesen der Evangelien begegne ich auch ganz anderen Aussagen. Jesus sprach glasklar nicht nur von der Ertrags-, sondern auch von der Kostenseite des Glaubens. Dies sind Worte an seine Nachfolger, an die Volksmenge, an die Juden generell – also nicht an die religiösen Spezialisten allein:

Jesus reagiert auf ein Tagesgeschehen, ein Massaker des römischen Statthalters Pilatus: „Es waren aber zur selben Zeit einige zugegen, die ihm von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit dem ihrer Opfertiere vermischt hatte. Und er wandte sich an sie und sagte: Meint ihr, diese Galiläer seien größere Sünder gewesen als alle anderen Galiläer, weil ihnen dies widerfahren ist? Nein, sage ich euch; aber wenn ihr nicht umkehrt, werdet ihr alle ebenso zugrunde gehen.“ (Lk 13,1–3)

Jesus spricht deutlich die Kosten der Nachfolge an

Oder er spricht in deutlichem Ton die Kosten der Nachfolge an: „Es zogen aber viele Leute mit ihm. Und er wandte sich um und sagte zu ihnen: Wer zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern und dazu auch sein eigenes Leben hasst, kann nicht mein Jünger sein. Wer nicht sein Kreuz trägt und in meine Nachfolge tritt, kann nicht mein Jünger sein. Wer von euch wird sich, wenn er einen Turm bauen will, nicht zuerst hinsetzen und die Kosten berechnen, ob er auch genug habe zur Ausführung.“ (Lk 14,26–28)

Im Matthäus-Evangelium geht dieser Aussage noch folgendes voraus: „Meint nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, einen Mann mit dem Vater zu entzweien und eine Tochter mit der Mutter und eine Schwiegertochter mit der Schwiegermutter; und zu Feinden werden dem Menschen die eigenen Hausgenossen.“ (Mt 10,34–36)

Im Evangelium von Johannes spricht er davon, dass die Welt seine Nachfolger hassen würde. „Auch seine Brüder glaubten nämlich nicht an ihn. Da sagt Jesus zu ihnen: Meine Zeit ist noch nicht da, eure Zeit aber ist immer schon da. Euch kann die Welt nicht hassen, mich aber hasst sie, weil ich ihr das Zeugnis ausstelle, dass ihre Werke böse sind.“ (Joh 7,6f)

Jesus äussert sich den „Juden“ (charakteristische Ansprache von Johannes) gegenüber, die ihre Abstammung betonten: „Warum versteht ihr meine Rede nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt. Ihr habt den Teufel zum Vater, und ihr wollt tun, was er begehrt. Jener war ein Mörder von Anfang an und stand nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er lügt, redet er aus dem Eigenen, denn ein Lügner ist er und der Vater der Lüge. Weil ich aber die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht.“ (Joh 8,43–45)

Die Worte von Jesus hatten ent-scheidende Wirkung. Die einen wollten weiter mit ihm gehen, andere verliessen ihn!

2. Welche Bedeutung hat der Tod von Jesus?

Im „Schrei der Wildgänse“ werden immer wieder Aussagen zur Lehre der Erlösung gemacht. Ich greife ein längeres Zitat heraus:

„Viel zu viele Leute sehen das Kreuz nur als einen Akt göttlicher Gerechtigkeit. … Das ist vielleicht eine gute Nachricht für uns, aber was sagt das über Gott aus? Das hat mir immer Schwierigkeiten gemacht. Ich verstand zwar, dass mir das Kreuz zeigte, wie sehr Jesus mich liebte, aber sicherlich gewann ich dadurch nicht Gottes Zuneigung. Aber das ist nicht, wie Gott das Kreuz sieht, Jake. Sein Zorn brachte nicht zum Ausdruck, wie sehr die Sünde die Strafe verdient, sondern er war sozusagen das Mittel, um Sünde und Scham auszurotten. Der Sinn des Kreuzes, wie Paulus es beschreibt, war, dass Gott wollte, dass sein Sohn zur Sünde selbst wurde, damit er die Sünde in der Gestalt des menschlichen Fleisches verurteilen und sie aus der menschlichen Rasse auslöschen konnte. Sein Ziel war nicht nur, eine Möglichkeit zu schaffen, um Sünde zu vergeben, sondern sie zu zerstören, damit wir frei leben können. … Es war kein Opfer, das Gott forderte, um uns lieben zu können, sondern ein Opfer, das Gott für sich selbst bereitete, für das, was wir brauchen. Er sprang sozusagen vor ein wildes Pferd und brachte uns damit in Sicherheit.“ (S. 103–104)

Nach Jacobsen muss die Betonung des Kreuzestodes verschoben werden

Nach Jacobsen muss die Betonung des Kreuzestodes verschoben werden: Die Betonung liegt nicht auf der Sühne und der Rechtfertigung, sondern auf der Wirkung für uns, der Vergebung. Aus meiner Sicht verschwindet aber heute genau die Seite der Rechtfertigung und der Sühne aus dem Blickfeld der Verkündigung. Das Thema „Schuld“ wird aus unserer westlichen Gesellschaft verbannt. Ein Blick in die Bibel zeigt jedoch auf, dass Sühne und Vergebung untrennbar miteinander verknüpft sind. Wer die berühmte Predigt von Jonathan Edwards „Die Sünder in den Händen eines zornigen Gottes“ gelesen hat (wer es noch nicht getan, dem empfehle ich sie)2 , bekommt eher den Eindruck, dass wir die Geschichte gedreht haben: Unser Gott ist in den Händen zorniger Sünder. (Darum auch die Vorstellung, dass wir Gott manchmal vergeben müssten.3 )

Schirrmacher schreibt: „Der sündlose und unschuldige Sohn Gottes, Jesus, wurde von Gott selbst aus Liebe zu den Sündern in den Tod gegeben, um Schuld und Schande zu tilgen. Der Tod Christi ist der Preis der Erlösung. Das durch die Erbsünde seit Adam hoffnungslos sündige Wesen des Menschen bedeutet die Trennung von Gott und den ewigen Tod, aber der Opfertod Jesus entsprechend die Befreiung und Erlösung und das ewige Leben.“4 So sind denn nur wenige Themen so breit bezeugt wie die durch Sühne geschehene Versöhnung des Menschen mit Gott. Das kultische, blutige Sühneverständnis ist zentrales Thema von Altem und Neuem Testament. In Jesus wird der Opferkult erfüllt und zum Abschluss gebracht.

Welche Auswirkung hat eine einseitige Interpretation von Jesus stellvertretendem Sühnetod? Er verbaut uns letztlich die Sicht dafür, warum wir überhaupt zu Jesus kommen müssen! Wie erkläre ich einem Menschen, dass er als Sünder von Gott getrennt ist – nicht nur wegen moralischem Fehlverhalten, sondern grundsätzlich mit seiner ganzen Exis­tenz? Und wie soll er einen Eindruck davon bekommen, was der Tod von Jesus für ihn bedeutet? Spielen wir diese Tragweite herunter, ist die Vorstellung, dass das Bild eines rächenden Gottes, der seinen eigenen Sohn in den Tod gibt, einer vergangenen archaischen Zeit angehört, nicht mehr weit.

3. Wie erleben wir Gottes Führung?

Die Sichtweise, wie sie Gottes Führung erleben (bzw. nicht erleben), ist ein weiteres zentrales Thema. Ein geläufiges Argumentationsschema sieht etwa so aus:

  1. Ich erlebe Gott nicht.
  2. Das verletzt mich und macht mich wütend.
  3. Trotzdem habe ich eine Sehnsucht, Gott neu zu begegnen.
  4. Ich warte auf Schlüsselerlebnisse einer direkten Berührung Gottes.

„Dieses Buch half mir mich aus religiöser Gemeindetradition zu befreien, mich wieder neu auf meine ‚innere Stimme’ zu verlassen.“

So wird zu Jake gesagt, dass Gott ihm „seinen Willen in dein eigenes Herz hineinhauchen“ würde (S. 188). Er erfährt, dass Jesus uns kein System hinterlassen habe, sondern „seinen Geist – einen Führer statt einer Landkarte“. (S. 138) Das Wissen-anhäufen wird im Gegensatz zu „in ihm leben“ gesehen (S. 133). Eine Leserrückmeldung bringt die Wirkung solcher Aussagen auf den Punkt: „Dieses Buch half mir mich aus religiöser Gemeindetradition zu befreien, mich wieder neu auf meine ‚innere Stimme’ zu verlassen.“5 

Wohl als Reaktion auf eine technologisierte, unpersönliche Welt kommt es zu einer Art Kompensationshandlung durch die Religion. Das Buch spricht eine Sehnsucht an:

„Was viele Menschen suchen, ist nicht mehr die durch das Wort vermittelte und verbindlich gemachte Gottesbeziehung, sondern das unmittelbare Erleben Gottes im Innern der Seele.“6 

Das heisst: Die Intensität direkter Gotteserlebnisse wird zum Prüfstein einer fortgeschrittenen Gottesbeziehung. Es scheint mir manchmal fast so, als ob das „sola scriptura“ (allein die Schrift) durch das „sola experiencia“ (allein die Erfahrung) ersetzt worden wäre. Gütesiegel und Leitmotiv wird die eigene Erfahrung. Das äussert sich auch in einer „leserorientierten“ Interpretation der Bibel. Sie dient als Folie für die eigene Erfahrung, als Projektionsfläche der eigenen Bedürfnisse.

Der Reformator Heinrich Bullinger sagt im Zweiten Helvetischen Bekenntnis: Die Bibel ist „eine vollständige Darstellung dessen, was immer zur rechten Belehrung über den seligmachenden Glauben und ein Gott wohlgefälliges Leben gehört“7  und bedarf darum keines menschlichen Zusatzes. Bullinger folgert daraus, dass man „kein anderes Wort Gottes erfinden oder vom Himmel her“ erwarten dürfe. Wer deshalb innere Eindrücke vor Gottes Wort stellt, hat sein autonomes Selbst zum Maßstab gemacht – letztlich eine fromme Variante eines pluralistischen Wahrheitsverständnisses.

Warum sind die Menschen so an einer mystischen Gotteserfahrung interessiert?

„Sie sind es darum, weil einzig vom mys­tischen Prinzip aus eigene Gedankenspiele das geistliche Leben erobern können und die Selbstrechtfertigung des Menschen möglich ist.“8 

Es geht also um die Behauptung der eigenen Autonomie. Calvin überschreibt das 9. Kapitel des ersten Buches seiner Institutio mit den Worten:

„Die Schwärmer, welche die Schrift fahren lassen und nur zu unmittelbarer Offenbarung kommen wollen, zerstören alle Grundfesten der Frömmigkeit.“

Er begründet hingegen die Aufgabe des Heiligen Geistes gerade darin, uns das Wort Gottes zu erschließen:

„Das Amt des Geistes, der uns verheißen ist, besteht also nicht darin, neue und unerhörte Offenbarungen zu erdichten oder eine neue Lehre aufzubringen, durch die wir von der überlieferten Lehre des Evangeliums abkommen müssten – sondern sein Amt ist eben, die Lehre in uns zu versiegeln, die uns im Evangelium ans Herz gelegt wird!“9 

Also kein Führer statt einer Landkarte, sondern ein Führer, der uns im Lesen der Landkarte anleitet:

„Der Heilige Geist ist mit seiner Wahrheit, die er in der Schrift kundgemacht hat, derart verbunden, dass er erst dann seine Kraft äussert und erweist, wenn man sein Wort mit gebührender Ehrfurcht und Achtung vor seiner Würde aufnimmt.“10 

Ich frage mich, ob das Erfahrungsdefizit in Wirklichkeit nicht eher ein Heiligungsdefizit ist. Der Anglikaner Ryle schreibt in seinem Buch „Sei heilig“:

„Heiligung ist das inwendige geistliche Werk, das der Herr Jesus Christus durch den Heiligen Geist in einem Menschen vollbringt, wenn er ihn zum Glauben ruft. … Ein Glaube, der den Charakter nicht heiligt, ist nicht besser als der Glaube der Teufel.“11 

Das Neue Testament ist voll von Imperativen, die uns zu einem Leben in Heiligkeit aufrufen. Sie richten sich ja an den neuen Menschen, der durch das neue Herz in der Lage ist, in seinen Ordnungen zu leben. So soll der erlöste Mensch als verantwortliches Wesen nach der Heiligkeit streben, ohne die „niemand Gott schauen wird“ (Hebr 12,14). Was zählt, sind nicht die Anzahl unserer Gottesbegegnungen, sondern dass wir „die Lehre durch unsere täglichen Gewohnheiten und Stimmungen lieblich und schön“12 machen (vgl. Tit 2,10).

4. Kirche – Organismus oder Organisation?

Ich komme auf die eingangs aufgeworfene Frage zurück: Was ist Kirche? Sehen wir uns dazu nochmals einige Aussagen aus dem Buch an:

Der Schwerpunkt wird auf die Gemeinschaft gelegt. John definiert die Kirche so: „Kirche bedeutet, dass Gottes Leute lernen, Gottes Leben miteinander zu teilen.“ (S. 140) Dabei ist es nicht so entscheidend, welcher Gruppe jemand wie lange angehört, sondern – wie bei den Wildgänsen –, in die richtige Richtung zu fliegen (S. 195). Auch das Gegenüber spielt nicht mehr eine grosse Rolle:

„Jede Person, die euren Weg kreuzt, ob gläubig oder ungläubig, ob in einer Institution wie dieser oder ausserhalb davon, ist ein potenzieller Partner auf diesem Weg.“ (S. 196)

So wird Kirche als tägliche Realität hingestellt, die Anbetung als „tägliches Opfer im Leben Jesu“ verstanden (S. 170). Es gibt viele Wege, wie die Kirche ihr Leben gemeinsam feiern kann: Wandern im Wald, Frühstück unter den Bäumen, Kommunitäten, Hauskirchen, aber auch Treffen in grösseren Gebäuden, diakonische und evangelistische Einsätze (S. 174). Kirche geht also „inkarnierend in die Welt ein“13 .

Dieser Sichtweise kann ich einiges abgewinnen:

  • Die Kirche ist in erster Linie nicht Organisation, sondern Organismus mit einem Haupt: Jesus Christus.
  • Über die Art und Weise des Gottesdiens­tes wird im Neuen Testament kaum etwas gesagt.
  • „Erkennen“ hat in der Bibel nicht nur das Wissen, sondern immer auch die Umsetzung zum Ziel.
  • Unser Leben ist ein Gottesdienst.

Es lässt sich aber nicht abstreiten, dass das NT deutliche Hinweise auf die Gemeinde als Institution beinhaltet, so z. B. diese:14 

Jesus verleiht der Gemeinde geistliche Autorität für Entscheide, die im Himmel und auf der Erde bindend sind (vgl. Mt 16,16–19). Er skizziert zudem ein schrittweise-Vorgehen zur Disziplinierung (Mt 18,15–18). Dabei handelt es sich offensichtlich um eine formelle, richterliche Entscheidung, welche die „Versammlung“ fällt.

  • Gleich nach dem Startschuss der Gemeinde treffen sich die Menschen regelmäßig zur Lehre, zur Gemeinschaft, zum Brotbrechen und zu den Gebeten (Apg 2,42).
  • Paulus begründet Anweisungen für den Gottesdienst damit, dass dies in allen Gemeinden der Heiligen gelte (1Kor 11,16; 14,34).
  • Paulus weist die Korinther an, einen unbußfertigen Sünder „aus eurer Mitte“ zu verstoßen und spricht von „drinnen“ und „draußen“ (1Kor 5,2+12).
  • Paulus schrieb Timotheus einen Brief, damit er wisse, „wie man sich im Haus Gottes“ zu verhalten habe (1Tim 3,16). So beschrieb er im Abschnitt vorher Voraussetzungen für das Amt des Ältesten und des Diakons.

Schirrmacher bemerkt zu Recht: „Tatsächlich ist hier bei Fundamentalisten und Evangelikalen oft eine merkwürdige Zwiespältigkeit zu beobachten. Während man bei Fragen, die den einzelnen Christen betreffen, der Bibel volle Autorität zuspricht, werden biblische Lehren, die sich auf die Gemeinschaft beziehen, also etwa auf die Gemeindeordnung oder soziale und politische Wertvorstellungen, nicht so ernst genommen.“15 

Jake hätte die gleichen Probleme auch mit den Gemeinden des Neuen Testaments gehabt

Ich frage mich, ob hier nicht das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wurde. Denn wenn ich das Neue Testament lese, hätte Jake auch in den Gemeinden von Rom, Korinth, Thessalonich, Kolossäa etc. wohl ähnliche Erlebnisse haben können. Bei den Römern musste es zwei Gruppen gegeben haben, die einander wegen zweit­rangigen Dingen verachteten (Röm 14+15). Die Korinther hatten zwar eine Gaben-Schwemme (1Kor 1,8), jedoch Chaos im Gottesdienst (1Kor 14), die Armen diskriminierende Abendmahlgelage (1Kor 11), einen Inzest-Skandal (1Kor 5) und Menschen, die ins Bordell gingen mit der Begründung, dass dies ihrem Geist nichts anhaben könne (1Kor 6). Es gab Führer, welche die Korinther aus reiner „Gier nach Macht“ für sich in Beschlag nahmen (2Kor 10–13). In den galatischen Gemeinden müsste es zwei Gruppen gegeben haben: Die einen wurden durch machthungrige Irrlehrer dazu gebracht, jüdische Festtage einzuhalten, andere versuchten das Gesetz Gottes ganz zu unterwandern (Gal 4+5).16 Bei den Kolossern gab es eine Gruppe Mystiker, die mit Spezialeinsichten und -erlebnissen aufwarteten (Kol 2). In Thessalonich nahm eine Gruppe von Menschen die erwartete Wiederkunft von Jesus zum Vorwand, um nicht mehr zur Arbeit zu gehen (2Thess 3). Paulus schrieb Timotheus von Irrlehrern, die wie Krebsgeschwüre um sich fraßen (2Tim 2), Mitarbeiter, welche die „Welt lieb gewonnen“ und ihn verlassen hatten (2Tim 4,10). Der Apostel schreibt von einem Führer, der „gerne der Erste“ sein wollte (3Joh 9).

Ich glaube, dass zwei Dinge miteinander verwechselt werden: Das sündige Herz des Menschen und die Institution. Der Einzelne wird entlastet und das System als abstrakte Größe belastet. Dieser Bumerang kann aber zurückschlagen: Gerade der formelle Rahmen und die dort gebotene Regelmäßigkeit sind Anstoß (nicht aber Garant) für den Erlösten, der weiter Sünder bleibt. Die Kirche ist demnach voll mit Sündern und Heuchlern!

Es bleibt die grundsätzliche Frage, was die zentralen Funktionen von Kirche sind. Stadelmann schreibt:

„Die Norm für die Qualität der Praxis und Gestalt von Kirche kann nun aber weder die Tradition sein noch ihr Erfolg oder irgendwelche Erwartungen bzw. Ansprüche, die an sie herangetragen werden. Der primäre Maßstab um zu beurteilen, ob Kirche so, wie sie sich darstellt und wie sie aktuelle handelt, geistlich gesehen ‚gut’ ist – und wie dies ‚besser’ werden kann –, kann allein die Heilige Schrift sein.“17 

Das bedeutet nicht, dass wir alle Detailfragen mit einem Bibelvers beantworten könnten. Schaeffer hat dies gut herausgearbeitet:

„Wenn wir behaupten, Gott habe wahre Aussagen gemacht, so heisst das nicht, seine Aussagen wären erschöpfend. … Weil der Mensch begrenzt ist, hat er in der ihn umgebenden Welt keinen ausreichenden Bezugspunkt, wenn er ausschliesslich und autonom von sich selbst ausgeht; er braucht also ein bestimmtes Grundwissen.“18 

Es geht also darum, unser Grundwissen durch sorgfältiges Studium der Bibel zu erweitern und von diesem Bezugspunkt aus zu versuchen, Fragen zu beurteilen. So sehe ich drei Schwergewichte von Kirche:

1. Nach oben: Anbetung

Das erste und wichtige Ziel ist das Gotteslob: „Das höchste Ziel des Menschen ist, Gott zu verherrlichen und sich für immer an ihm zu erfreuen.“19 So lautet der Anfang des Westminster Bekenntnisses von 1647. Die erste Richtung ist die vertikale. Gerade die Psalmen zeigen auf, dass dieses Gotteslob sowohl im persönlichen, aber auch im gemeinschaftlichen Rahmen stattfand. Heute sehen viele das Zusammenkommen als Gemeinde eher als Darbietung: „Gebt mir etwas, das mir gefällt. Unterhaltet mich.“ Welch gebraucht klare Worte:

„Eine bedürfnisorientierte Theologie dreht unsere Beziehung zu Gott auf den Kopf. Anstatt dass sich der Mensch als Diener des höchsten Gottes sieht, dem er sich in Demut und Dankbarkeit unterstellt, verlangt der Mensch, dass ihm der König der Könige dient und ihm die Wünsche erfüllt, die er verzweifelt und sehnsüchtig glaubt, erfüllt haben zu müssen.“20 

2. Nach außen: Dienst

Die Apostelgeschichte beschreibt das Wirken des Heiligen Geistes in seinen Dienern. Die Gemeinde entfaltet ihre Wirkung sehr schnell nach außen. Eindrück­lich sind die sieben (Buß-) Predigten. Gottes Wort wird nach außen getragen. Dies beginnt schon in Apg 2: Der Heilige Geist erfüllt die Jünger – und sie gehen auf die Straße und loben die großen Taten Gottes (Apg 2,8). Petrus ergreift das Wort und hält eine öffentliche Bußpredigt.

3. Nach innen: Aufbau und Korrektur

Paulus gebraucht im 1. Korintherbrief die Wendung „wenn ihr zusammenkommt“ (z. B. 1Kor 11,18+20; 14,26). Dass sich Gemeinde regel­mäßig trifft, davon gingen die Apostel mit einer großen Selbstverständlichkeit aus. Oftmals traf sich die Gemeinde in Häusern (Röm 16,5; 1Kor 16,19; Kol 4,15; Phlm 1,2).

Thomas Schirrmacher hat die reiche Vielfalt von liturgischen Elementen zusammengetragen, die Teil solcher Zusammenkommen sein können, so z. B. gemeinsame Bitte um Sündenvergebung, Gebete aus Bibeltexten (Jona 2,1–11; Hab 3,1–19; Lk 1,68–79; Lk 2,28–32), hymnische Texte (Röm 11,33–36; Phil 2,6–11; Kol 1,15–20; 1Tim 1,17; 3,16; 6,15f; Hebr 1,3), Psalmen als Wechselgesang (Ps 136), Chöre (Neh 12,46; Lk 2,13), Loben mit Musikinstrumenten (1Chr 16,42; Ps 150), Begrüßungen, Segensformeln, Schriftlesung aus dem AT und NT (1Tim 4,13; Kol 4,16; Offb 1,3; 2Mose 24,7; 5Mose 31,10f, Neh 8,8), Predigt (Neh 8,8; Apg 6,4; Apg 20,6–12), Kollekte (1Kor 16,1+2) oder das wöchentliche Abendmahl als wichtige Korrektur unseres intellektualistischen Verständnisses von Glaube und Gottesdienst.21 

Fazit

Durch die narrative, assoziative Art des Buches wird implizit viel Systematik in die Köpfe transportiert. Solches darf und muss hinterfragt werden.

Ich bin überzeugt, dass Gemeinschaft nur auf einer regelmäßigen Basis in einem verbindlichen Rahmen möglich ist. Über Form und Ausgestaltung dieses Rahmens besteht tatsächlich ein großer Freiraum. Es tut jeder Gemeinde gut, sich anhand der Bibel von Zeit zu Zeit zu überlegen, was einfach Tradition und Kultur ist.

Zu dem auf der Umschlagsseite aufgeführte Bibelvers: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen“ (Gal 5,1) und zur dazu aufgeworfenen Frage „Wie können wir religiöse Zwänge entlarven, die uns diese Freiheit immer wieder rauben wollen?“ stelle ich die Gegenfrage: Wird nicht gerade durch die Suggestion einer möglichen „intimen Beziehung“ zu Jesus diese Freiheit geraubt? Die Galater unterlagen einem doppelten Irrtum: Die einen richteten über die Anordnungen Gottes hinaus Menschengebote ein, die anderen ver­ließen die gute Ordnung Gottes. Ich fürchte, dass die eine oder andere Variante auch die „Befreiten“ wieder einholen wird. Die einen werden ein neues System bauen, die anderen werden über kurz oder lang dem Glauben den Rücken kehren.

Das Buch will religiöse Zwänge entlarven, die uns angeblich die Freiheit rauben und suggeriert eine „möglichst intime“ Beziehung zu Jesus.

Es ist zu befürchten, dass diejenigen, die diesem Weg folgen, wie die Galater einem doppelten Irrtum unterliegen: die einen richten über die Gebote Gottes hinaus
Menschengebote ein und die anderen verlassen die guten Ordnungen Gottes.


  1. Jacobsen, Wayne, Coleman, Dave, Der Schrei der Wildgänse, GloryWorld-Medien: Bruchsal 20083. Der englische Originaltitel des Buches lautet: „So You Don’t Want to Go To Church Anymore.” 

  2. Edwards, John, Die Sünder in den Händen eines zornigen Gottes, MBS Texte 74, Martin Bucer Seminar: Bonn 2006. 

  3. Siehe Blogbeitrag von Kubsch, Ron, Jesus, ich vergebe dir! URL: http://www.theoblog. de/?p=5875 (13.11.2009). 

  4. Ausführlicher und dicht zusammengefasst in: Schirrmacher, Thomas, Gnade vor Recht durch Sühne und Vergebung, in: glauben und denken heute 1/2009. Martin Bucer Seminar. Download unter www.bucer.de. 

  5. Siehe Leserkommentar unter URL: http://www.amazon.de. Die Existenz dieser Rückmeldungen ist insofern lohnend, als sie exemplarisch die Wirkung des Buches zeigen. 

  6. Kubsch, Ron, Die Mystik oder das Wort, URL: http://www.theoblog.de/wp-content/uploads/2009/09/MystikoderdasWort.pdf (13.11.2009). 

  7. Bullinger, Heinrich, Confessio Helvetia Posterior, URL: http://www.reformatio.de/bekenntnisse/ZweitesHelvetischesBekenntnis.pdf (16.11.2009). 

  8. Kubsch, Ron, Die Mystik oder das Wort. 

  9. Calvin, Johannes, Institutio, I,9,I, zitiert bei Kubsch, Ron, Die Mystik oder das Wort. 

  10. Calvin, Johannes, Institutio, I,9,3. URL: http://www.calvin-institutio.de (14.12.2009). 

  11. Ryle, John Charles, Sei heilig!, 3L-Verlag: Friedberg 2005,. S. 59f. 

  12. Ebd. S. 23. 

  13. So Kubsch, Ron, Eine neue Unübersichtlichkeit. URL: http://www.theoblog.de/wp-content/uploads/2008/12/perspektive-emch-rev121.pdf (16.11.2009). Der Aufsatz ist eine hilfreiche Einleitung zum Thema Emerging Church. Viele Grundgedanken dieser Bewegung liegen auch unserem Buch zugrunde. 

  14. Vgl. Thomas Schirrmacher. Das Missverständnis des Emil Brunner. In: Schirrmacher, Thomas, Beiträge zur Kirchen und Theologiegeschichte. VKW: Bonn 2001. S. 132-135. Clark, R. Scott, A Perfect Church? Not in this Life. URL: URL: http://www.wscal.edu/faculty/wscwritings/07.09.php (03.12.2009). 

  15. Schirrmacher, Thomas, Das Missverständnis des Emil Brunner. S. 134. 

  16. Zu dieser Sichtweise des Galaterbriefes siehe Schirrmacher, Thomas, Gesetz und Geist, RVB: Hamburg 1999. 

  17. Stadelmann, Helge, Die Bibel als Kraft und Norm im Gemeindebau, in ders., Evangelikales Schriftverständnis, jota Publikationen GmbH: Hammerbrücke 2005, S. 324. 

  18. Schaeffer, Francis, Gott ist keine Illusion, Haus der Bibel: Genf, R. Brockhaus: Wuppertal, 19775. S. 103. 

  19. Der kürzere Westminster Katechismus von 1647. URL: http://www.lebensquellen.de/wp-content/uploads/2007/01/Westminster%20kurz.pdf (03.12.2009). 

  20. Edward Welch, zitiert in: Tanner, Beat, Innere Heilung (unveröffentlichter Aufsatz). 

  21. Vgl. Schirrmacher, Thomas, Gottesdienst ist mehr, VKW: Bonn 1998. Die Aufzählung ist ein Auszug.