ThemenWort- und Themenstudien

Gab es eine Apostolin Junia?

Aus der Möglichkeit, dass der Name Junia im Römerbrief weiblich übersetzt werden sollte, kann nicht herausgelesen werden, dass es weibliche Apostel gab oder dass die Beschränkung des Dienstes von Frauen nicht biblisch sei.

Einige Beobachtungen aus der Kirchen­ge­schichte scheinen darauf hinzuweisen, dass es sie gegeben haben könnte.

1) Im Liturgikon, dem Messbuch der byzantinischen Kirche, wird Junia bis zum heutigen Tag als Apostelin verehrt neben den „Apostelgleichen“ Maria Magdalena und Thekla.

2) Johannes Chrysostomos fasst Junia[s] in seinem Römerbriefkommentar als weiblichen Namen auf und meint, dass sie Apostel genannt wurde.

3) Ähnliches gilt auch auch für die Römerbriefkommentare Ambrosiasters (4.Jh.) und Rufins von Aquileia (ca. 345-410)

4) Daneben wurden auch Frauen, die im NT den Titel Apostelin nicht tragen, in Kirchenväterkommentaren zu solchen erkoren (Frau aus Samaria am Jakobsbrunnen, von Origenes und Theophylakt);

5) In der alten Kirche erhält sogar Maria Magdalena den Titel apostola apostolorum.

Hinzu kommt, dass in liturgischer, hagiographischer und romanhafter christlicher Literatur weitere Frauen als Apostelinnen begegnen. Dies sind insbesondere Thekla aus Kleinasien im 2. Jh., von der die Theklaakten erzählen, sowie Nino aus dem 4. Jh., die in hagiographischen Texten als „Apostelin und Evangelistin“ Georgiens auftritt. Von Nino wird auch ihre Weihe durch den Patriarchen Juvenal von Jerusalem erzählt, wodurch sie als offizielle Amtsträgerin ausgewiesen ist. Darüber hinaus wird von Nino Missionstätigkeit sowie ihre Predigt-, Lehr- und Tauftätigkeit berichtet.

Obige Beispiele dokumentieren, dass die Anerkennung von Frauen in ihrer Funktion als Apostelin, Evangelistin, Lehrerin und Priesterin im 1. Jahrtausend nicht einhellig abgelehnt, sondern auch bejaht wurde.1

Die Frage ist aber, ob wir das wirklich aus dem Neuen Testament schließen können. Thomas Jettel hat uns schon vor einigen Jahren einen Aufsatz zukommen lassen, der dieser Frage aus Römer 16,7 nachgeht.

Röm 16,7: „Grüßt Andronikus und Junias [o.: Junia], meine Verwandten und meine Mitgefangenen. Sie sind solche, die sich auszeichnen unter den Aposteln, und waren vor mir in Christus.“

Bei diesem Vers ergeben sich drei Schwie­rigkeiten:

Ist mit Iounian ein Mann oder eine Frau gemeint? Wie muss episeemoi en tois apostolois („Ausgezeichnete/Angesehene unter den Aposteln“ oder „ausgezeichnet/angesehen von Seiten der Apostel“ bzw. „durch die Apostel“) übersetzt und interpretiert werden? Was bedeutet der Begriff apostolos (Apostel) an dieser Stelle?

1. Ist mit der griechi­schen Form „Iounian“ (4. Fall) ein Mann (Junias) oder eine Frau (Junia) gemeint?

Das kann nicht mit Sicherheit bestimmt werden, denn es hängt vom Akzent ab. Die älteren Handschriften (Majuskeln, meist datierend aus der Zeit vor dem 9. Jh.) haben aber keine Akzente. Die weibliche Form hat den Akut auf der zweiten Silbe (Iounian), die männliche den Zirkumflex auf der letzten (Iounian). Die meisten jüngeren Handschriften (Minuskeln, d. s. die Handschriften ab dem 9. Jh.) haben den Akut auf der zweiten Silbe (Iounian), also die weibliche Form2 ; Handschriften mit der männlicher Form (Zirkumflex auf der letzten Silbe) sind selten3) . Die lateinische Vulgata (aus dem 4. Jh.) und die syrische Peschitta (aus dem 5. Jh.) deuten Iounian weiblich.

Grundsätzlich muss man bedenken, dass Akzente eine wackelige Grundlage sind, da die Autografen und die alten Abschriften keine Akzente hatten. Wenn die Schreiber des Hoch- und Spätmittelalters und eine Reihe von Kirchenvätern4 Iounian als weiblich deuteten, ist das noch kein Beweis dafür, dass ihre Interpretation richtig war.

Epiphanius schrieb im 4. Jh., dass „Junias, dessen sich auch Paulus selbst erinnerte, Aufseher [o. Bischof] wurde in Apameias [Apamea] in Syrien“((Epiphanius; TLG (Thesaurus Linguae Graecae), 24.125.16)) . Gemäß Rufinus‘ lateinischer Übersetzung des Römerbriefkommentars von Origenes deutete Origenes den Namen Iounian als männlich.5 Wer sich nun tatsächlich getäuscht hat, ob Chrysostomos einerseits oder ob Epiphanius und Origenes (bzw. der Origenes-Übersetzer Rufinus) andererseits, ist schwer feststellbar.

Weder die männliche noch die weibliche Version dieses Namens kommen in der gesamten griechischen Literatur häufig vor; ein „Junias“ wird in einer Inschrift erwähnt6 und „Junia“ heißt eine Schwester des Brutus bei Plutarch7 . In den lateinischen Schriften ist Junia ein allgemein gebräuchlicher Name, Junias hingegen kommt nicht vor, was aber nicht viel bedeuten muss. Kommentatoren wie Nicoll, Lange, Zahn und Lenski weisen darauf hin, dass der griechische Name Iounias eine durch Kontraktion entstandene Kurzform des lateinischen Junianus/Junianius sein kann, wie Silas eine Kurzform von Silvanus und Amplias von Ampliatus. David Jones8 meint, die Tatsache, dass man in der lateinischen Literatur keinen Junias findet, sei nichts Außergewöhnliches. Die Entstehung von Namen mit -as Endung anstatt der gewöhnlichen -us Endung lasse sich durch die Namensänderung erklären, die stattfand, wenn ein Sklave von seinem Herrn aufgrund besonderer Verdienste freigelassen wurde. Dann bekam nämlich der Sklave den Familiennamen seines Herrn, aber mit der Endung -as. Ein freigelassener Sklave, dessen Herr den gebräuchlichen Namen Junius hatte, würde demnach Junias heißen. Letzte Entscheidungen allerdings können nicht aufgrund des Vorkommens oder Nichtvorkommens eines Namens in anderen Schriften gemacht werden. Das Fehlen eines Junias in der lateinischen Literatur ist kein Argument dafür, dass es unter den römischen Christen nicht einen Mann mit diesem Namen gegeben haben kann. Auch andere griechische Namen, die im NT vorkommen, sind in der griechischen und lateinischen Literatur einmalig.

Andererseits, wenn Iounian eine Frau war, erhebt sich die Frage, ob man annehmen darf, dass eine Frau (die vielleicht die Ehefrau des Andronikus war) zusammen mit Männern im selben Gefängnis saß; denn so, wie Paulus dieses hier berichtet, waren sie zusammen im Gefängnis.

 

Die Frage, ob es sich um eine Frau handelt oder um einen Mann, muss also offen gelassen werden.

2. Wie muss „episeemoi en tois apostolois“ übersetzt werden? Waren die Beiden „Ausgezeichnete/Angesehene unter den Aposteln“ oder „ausgezeichnet/angesehen von Seiten der Apostel“?

Die Übersetzung „ausgezeichnet/angesehen durch die Apostel / von Seiten der Apostel“ (also en instrumental aufgefasst) ist zwar nicht unmöglich, scheint aber etwas künstlich; Paulus hätte sich unzweideutig ausdrücken können, indem er den üblichen Begriff episeemoi hüpo toon apostoloon (ausgezeichnet durch die Apostel; [hoch] angesehen/geschätzt von den Aposteln) verwendet hätte.

Andererseits wird das inklusive Verständnis im Griechischen oft (aber nicht ausschließlich) mit einfachem Genitiv dargestellt, z. B. in 3Makk 6,19 .

Eine inklusive Deutung ist nicht zwingend

Alles in allem ist es jedoch naheliegend, en lokal („in, bei, unter“) aufzufassen: „angesehen [o.: berühmt; ausgezeichnet] unter/bei den Aposteln“. Bei der Übersetzung „unter“ bleibt offen, ob sich die „Ausgezeichneten/Angesehenen“ innerhalb der Gruppe der Apostel befinden oder außerhalb. Eine inklusive Deutung ist nicht zwingend, d. h., „unter den Aposteln“ nötigt keineswegs zur Annahme, dass Andronikus und Junia[s] selber zu der Schar jener Apostel gerechnet werden. Wenn sie „unter den Aposteln“ angesehen und geschätzt sind, müssen sie selber nicht notwendigerweise zur Gruppe der Apostel zählen. Einen ähnlichen Fall finden wir in 2Kor 2,15, wo Paulus schreibt: „wir sind ein angenehmer Duft Christi für Gott … unter denen, die ins Verderben gehen (en tois appollümenois)“. Paulus ist nicht eingeschlossen in die Gruppe der Verlorenen, unter der er ein Duft Christi ist.

Paulus kann daher in Röm 16,7 einfach sagen wollen: Andronikus und Junia[s] sind Ausgezeichnete/Angesehene (nicht nur bei/unter den Heiligen allgemein, sondern vor allem) bei/unter den Aposteln; unter ihnen werden sie hoch geschätzt, sind sie angesehen, ausgezeichnet.

Eine TLG- (Thesaurus Linguae Graecae-) Suche nach dem Begriff episeemos in der gesamten griechischen Literatur hat gezeigt, dass das dem episeemos folgende en oft den Bereich anzeigt, wo das Ausgezeichnetsein/Ansehen besteht.10

Dieses bestätigt die oben angegebene Übersetzung von Röm 16,7. Mit en tois apostolois scheint der Bereich angezeigt zu sein, wo das Ansehen/Ausgezeichnetsein bestand, nämlich „unter/bei den Aposteln“.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt Wallace: Auch dann, wenn en mit Dativ Plural im Sinne von „unter“ verwendet wird, bedeutet das nicht notwendigerweise, dass Andronikus und Junia zur Gruppe der Apostel gehören.“11

3.Was bedeutet der Begriff „apostolos“ an dieser Stelle?

Da der Dienst von Frauen nicht ein leitender, sondern ein unterstützender war, war es selbstverständlich, dass es keine weiblichen Apostel gab.

Das Wort apostolos (Sendbote; Gesandter; Missionar) wird im NT in verschiedenem Sinne gebraucht. Jesus bestellte die Zwölf als seine ersten Sendboten. Paulus wurde ebenfalls direkt vom Herrn als besonderer Sendbote bestellt (Gal 1; 2Kor 12,12). Auch Jakobus scheint eine besondere Stellung innegehabt zu haben (1Kor 15,7; Gal 1,19). Diese waren fundamentlegende Apostel (Eph 2,20; 3,5), gleichsam Apostel erster Qualität, ersten Ranges; sie empfingen ihre Botschaft direkt vom Herrn. Aber das Neue Testament begrenzt den Begriff Apostel nicht auf sie. Andere wie Barnabas (Apg 14,4; vgl. Gal 2,8.9.), Silas und Timotheus (Apg 17,1.4; 1Thess 1,1.2; vgl. 2,6.7.) und Titus (Tit 1,5; 3,12) werden in einem weiteren Sinne „Apostel“ genannt Sie hatten nicht dieselbe Qualität und Autorität, übten aber eine ähnliche Tätigkeit wie die fundamentlegenden Apostel aus. Sie waren Evangelisten und Lehrer, wiesen neuen Gruppen den Weg, reisten als Lehrer umher. Ihre Tätigkeit war eine leitende, aber nicht auf den Ort bezogen. Man kann diese Gruppe auch als „missionarische Lehrer“ bezeichnen. Da der Dienst von Frauen nicht ein leitender, sondern ein unterstützender war, war es selbstverständlich, dass es keine weiblichen Apostel gab.

In 2Kor 8,23 und Phil 2,25 wird der Begriff apostoloi sehr allgemein verwendet: Ausgesandte zu einem bestimmten Zweck. Diese Bedeutung scheidet jedoch für Röm 16,7 aus, da dort von einer bestimmten, offensichtlich bedeutenden Gruppe von an mehreren Orten bekannten und anerkannten „apostoloi“ die Rede ist.

In welchem Sinne nun wird der Begriff apostolos in Röm 16,7 verwendet? Auffällig ist, dass Paulus sich selber nicht mit einschloss. Er schrieb nicht „uns Aposteln“. Das deutet darauf hin, dass er „Apostel“ im weiteren Sinne des Wortes verstand. Nun hatten aber im Neuen Testament jene „Apostel“ (ob im engeren oder im weiteren Sinne verstanden) eine gewisse Vollmacht in der Gestaltung von neuen Gemeinden. Sie lehrten die neuen Gruppen von Christen, wiesen ihnen den Weg in der Gestaltung ihrer Gemeinschaft, besuchten sie und unterwiesen sie. Eine derartige autoritative Stellung und Funktion war im NT für eine Frau nicht vorgesehen. (Vgl. 1Tim 2 u.3; 1Kor 11 u. 14; Eph 5,22-33.)

Johannes Chrysostomus fasste Iounian als weiblichen Namen auf. In seinem Kommentar zu Röm 16,7 heißt es: „Ja, ein Apostel zu sein ist etwas Großes; aber sogar ausgezeichnet/angesehen zu sein unter ihnen – bedenke, welch großes Lob das ist! Ausgezeichnete/Angesehene waren sie aufgrund der Werke und des Verhaltens. Ja, wie groß ist die Weisheit dieser Frau, dass sie sogar des Titels [o.: der Anrede] eines Apostels würdig geachtet wurde.”12 Chrysostomos fasste (a) Iounian als Frau und (b) „unter den Aposteln“ inklusiv auf; den Titel „Apostel“ erhielt sie in Chrysostomos‘ Augen aufgrund besonderer Verdienste. Woher er das gewusst haben will, wissen wir nicht. Ein autoritativer Apostel wurde man im NT jedoch nicht aufgrund besonderer Verdienste, sondern durch Berufung Jesu Christi. Chrysostomos‘ Auffassung vom Apostelwesen scheint der Lehre des Neuen Testaments in dieser Hinsicht etwas zu widersprechen. Ein apostolos, ob im engeren oder weiteren Sinne verstanden, hatte immer auch leitende Funktion, war immer auch überörtlicher Lehrer, Verkündiger, geistlicher Vater. Was ihn vom örtlichen Leiter unterschied, war seine Beweglichkeit, aber leitende Funktion hatte er immer. Und Leiter waren immer männlichen Geschlechts, ob sie nun Älteste/Aufseher/Hirten/Vorsteher oder Apostel und reisende Lehrer waren. Das Chrysostomos-Zitat kann also gewiss nicht als Argument dafür verwendet werden, dass es im NT Frauen gab, die eine autoritative Stellung über Männern innehatten.

Das Chrysostomos-Zitat kann nicht als Argument dafür verwendet werden, dass im NT Frauen eine autoritative Stellung über Männern innehatten

Schluss:

Der Handschriftenbefund und die griechische Form des Wortes Iounian ist nicht eindeutig genug, um zu entscheiden, ob es sich um einen männlichen oder weiblichen Namen handelt. Wenn der Satz „Sie sind solche, die sich auszeichnen unter den Aposteln“ bedeuten soll, dass sie selber zur Schar der Apostel gehörten (was aber nicht bewiesen werden kann), dann kann mit Iounian nicht eine Frau gemeint sein, da Frauen im NT nicht apostelartige bzw. hirtenmäßige, leitende Funktionen innehatten. Wenn der Satz „Sie sind solche, die sich auszeichnen unter den Aposteln“ bedeuten sollte, dass sie selber nicht zu den Aposteln gehörten, sondern lediglich bei/unter ihnen hoch geschätzt und angesehen waren, kann mit Iounian auch eine weibliche Person gemeint sein.

In keinem Fall kann Röm 16,7 als Bestätigung für die (dem Neuen Testament sonst fremde) Auffassung herangezogen werden, dass eine Frau eine autoritative (oder leitende) Stellung und Funktion im Volk Gottes innehaben kann.


  1. Nach Davide Sole. 

  2. Im Apparat von Tischendorfs Editio Critica Maior (wo auch Akzentunterschiede wiedergegeben werden, wenn sie von Bedeutung sind) ist nur die weibliche Form aufgeführt. 

  3. D. J. Preato, Junia, a female apostle, Resolving the Interpretive Issues of Romans 16:7; http://www.gods-wordtowomen.org/studies/articles/juniapreato.htm 

  4. Viele Kirchenväter vermuteten, dass Iounian die Ehefrau des Andronikus war; so z. B. Ambrosiaster (339-97); Hieronymus (342-420); Johannes Chrysostomus (347- 407); Theodoret (393-458); Johannes von Damaskus (675-749) u. a. 

  5. Vgl. Rufinus‘ Übersetzung des Römer­kommentars von Origenes. 

  6. Siehe Smallwood, E. M., Documents Illustrating the Principates of Nerva, Trajan and Hadrian, Cambridge 1966, S. 441. 

  7. Plutarch (ca. 50-120 n. C.), Lives of Illustrious Men, trans. John Dryden (New York), Bd. 3, S. 359; zit. in: J. Piper u. W. A. Grudem, Hrsg., Recovering Biblical Manhood and Womanhood: A Response to Evangelical Feminism (Wheaton, 1991), S. 72 

  8. Jones, David, A Female Apostle? A Lexical-Syntactical Analysis of Romans 16:7; http://www.cbmw.org/Resources/Articles/A-Female-Apostle 

  9. Eleazar aber, ein gewisser Mann, berühmt/angesehen unter den Priestern des Landes [o.: der Gegend] (Eleazaros de, tis aneer episeemos toon apo tees chooras hiereoon); andere Beispiele: „Röm 15,26: für die Armen unter den Heiligen (eis tous ptoochous toon hagioon)“; 2Kor 2,11: „denn wer unter den Menschen weiß (tis … anthroopoon)“; 1Tim 1,15: „unter denen ich Erster bin (hoon prootos eimi egoo)“; 1Tim 1,20 (vgl. 2Tim 1,15): „unter denen Hymenäus ist (hoon estin Hümenaios)“; Hebr 8,11: „vom Kleinen unter ihnen (autoon) bis zum Großen unter ihnen (autoon)“. In Apg 21,21 wird für das inklusive „unter“ das gr. Pronomen kata verwendet: „alle Juden unter den Völkern (tous kata ta ethnee pantas Ioudaious)“. 

  10. Beispiele: episeemos de alloos en anthroopois [(angesehen/ausge­zeich­net/berühmt bei den Men­schen] (Eustathius Commentarii ad Homeri Illiadem 1.139.28); allos aneer episeemos en tois helleesin [ein anderer Mann, angesehen/ausgezeichnet/berühmt bei den Griechen] (Nicolaus I Mysticus, 1.156.34); episeemotatoi de en toutois egenonto (Salaminius Historia Ecclesiastica 3.14.43.3); theloo praktikos einai kai episeemos en tois adelfois [angesehen/ausgezeichnet/berühmt bei den Brüdern] (Ephraim d.S., Ad imitationem proverbiorum 187.5). 

  11. „…, even if en with the dative plural is used in the sense of “among” (…), this does not necessarily locate Andronicus and Junia within the band of apostles; rather, it is just as likely that knowledge of them existed among the apostles.” Daniel B. Wallace, Junia Among the Apostles: The Double Identification Problem in Romans 16:7; http://www.bible.org/page.php?page_id=1163 

  12. John Chrysostom, In Epistolam ad Romanos, Homilia 31, 2, in Patrologiae cursus completus. (TLG 155 60.670.5)