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Klare Aussagen? – In der Bibel!

Jede Woche machen Meldungen Schlagzeilen, woran wie viele Menschen (bald) sterben. Das sind allerdings oft nur statistische Daten, die auf problematischen Grundannahmen beruhen. Statt sich davon Angst machen zu lassen – oder falsche Hoffnungen – sollten wir die klaren Aussagen der Bibel zu Leben und Sterben beachten.

Immer wieder sind solche und ähnliche Meldungen zu lesen: „Jährlich sterben 66.000 Menschen an Feinstaub und 12.000 an Stickoxyden und 16.000 an rotem Fleisch“.

Irgendwie war mir schon länger klar, dass das nicht heißt, dass irgendjemand an einer Staubwolke erstickt ist oder sich an einem Stück Fleisch verschluckt hat, und so zu Tode kam. Wahrscheinlich kann man die Menschen, die so in einem Jahr sterben, an einer Hand abzählen. Jetzt stieß ich darauf, was die Aussagen für einen Sinn haben. In einer kürzlich veröffentlichten Studie einer EU-Behörde wurde die Sache erklärt. Die errechneten Toten sind „vorzeitige Todesfälle“. Damit ist gemeint, dass ein Mensch vor dem Erreichen der für ihn durchschnittlichen Lebenserwartung stirbt.

Die Lebenserwartung der Männer mit meinem Geburtsdatum in Deutschland beträgt genau 79,68 Jahre. Wer aber jetzt schon 80 Jahre alt ist, der hat als Mann eine Lebenserwartung von 87,65 Jahren und als Frau eine von 88,97 Jahren. Es sind Mathematiker, die das so genau ausrechnen. Stirbt jemand früher, z.B. 78jährig statt mit 79,68, dann – so die Logik – muss das einen Grund haben. Vielleicht schlechte Luft oder ungesundes Essen? Würde man diese Gründe beseitigen, dann stürbe der Mensch keinen „vorzeitigen“ Tod. Nun wird es wohl so sein, dass bestimmte Stoffe in Luft oder Essen Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben, aber die ganze Idee hat doch zahlreiche Haken.

Die Lebenserwartung ist eine Durch­schnittsgröße, bei der manche schon mit 30 sterben, die meisten zwischen 70 und 80 und einige erst mit 100. Der „vorzeitige“ Tod ist eine rein statistische Größe, die mit dem realen Menschen und seinem Sterben wenig zu tun hat. Und der Tod ist keine Krankheit, die vermieden oder geheilt werden könnte. Die so „klaren“ Aus­sagen über den Tod erweisen sich als Schein.

Die Aussagen der Bibel aber sind wirklich klar und das sogar beim Thema Tod. Gott lässt die Menschen sterben, so wie er es auch ist, der ihnen das Leben geschenkt hat (Ps 90,3). Er setzt es für den Menschen fest, dass und wann er sterben muss und stellt ihn vor sich (Heb 9,27; 2Kor 5,10). So stirbt der Mensch nicht eigentlich an einem Unfall oder an Krebs, sondern immer am Willen Gottes. Nur die Umstände des Sterbens können sehr unterschiedlich sein. Die Lebenserwartung beträgt im allgemeinen 70 bis 80 Jahre (Ps 90,10), aber das sagt nichts darüber aus, wann ein einzelner Mensch sterben soll. Der Mensch selber kann seiner Lebensspanne nichts hinzufügen (Mt 6,27). Aber ihm erscheint sein Leben, wie lang es auch immer ist, als ein kurzer Hauch (Ps 90,10; 103,15-17).

Was sollen wir nun tun? Ängstlich auf ein Steak verzichten oder wegen der Luftver­schmutzung auf eine Reise nach Stuttgart, um vielleicht – statistisch gesehen – ein paar Wochen länger zu leben? Entscheidend ist, ob wir uns im Glauben Christus zuwenden, um mit Gott versöhnt zu sein und – von Gott versprochen – ewig mit Ihm zu leben.