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„Die Hütte“ – Esoterik für Christen

Der aktuelle Film „Die Hütte“ kann keinen wirklichen Trost spenden, weil der die christliche Botschaft von Schuld und Vergebung im Glauben an Jesus Christus entleert. Es bleiben nur kitschige Bilder und die Behauptung „Es wird schon irgendwie gut!“

Gerade vor Ostern kommt die Verfilmung des esoterischen Bestsellers „Die Hütte“ von William Paul Young in die deutschen Kinos. Der Film ist durchaus hochkarätig besetzt. In der Hauptrolle ist Sam Worthington („Avatar – Aufbruch nach Pandora“) zu sehen, der sich „Papa“ nennende Gott wird von Oscar®-Gewinnerin Octavia Spencer gespielt. In weiteren Rollen sind Radha Mitchell und der amerikanische Country-Star Tim McGraw zu sehen. Regie führt der Brite Stuart Hazeldine.

Die Geschichte ist schlicht und sentimental: Macks Tochter wird auf einem Familienausflug entführt und ermordet. Der verbitterte Vater bekommt eine mit „Papa“ – Gott unterzeichnete Einladung an den Ort des Verbrechens. Allerdings landet er nicht an einem Platz grausamer Vergangenheit, sondern in einer Hütte mit paradiesischem Garten. Hier begegnet ihm Gott, politisch korrekt in Form einer afroamerikanischen Frau (Gott Vater), einem linkischen Schreiner (Jesus) und einer schönen Asiatin (Heiliger Geist). Nach langen sentimentalen Ausführungen ist alles „Friede, Freude, Eierkuchen“. An der realen Situation hat sich zwar nichts verändert, jeder ist jetzt aber bereit, jedem unter Tränen zu vergeben: Gott den Menschen und Mack seinem prügelnden Vater und dem Mörder seiner Tochter.

Auch wenn Buch und Film christliche Vokabeln benutzen, sind sie weit entfernt von christlichem Glauben:

  1. Die in der Bibel stark betonte Allmacht, Größe und Heiligkeit Gottes fehlen vollkommen.
  2. Gott mutiert bei Young lediglich zu einem liebevollen, menschlichen Kumpel, der esoterische Allerweltswahrheiten vermittelt.
  3. Christen und christliche Gemeinden sind in Buch und Film lediglich heuchlerische Langweiler.
  4. Youngs Gott begegnet dem Menschen nicht in Gebet, Gemeinde und Bibel, sondern in sentimentalen Gefühlen und in der Natur.
  5. Zur Vergebung der Sünden braucht es in „Der Hütte“ weder Einsicht, noch Reue noch Umkehr; sie wird einfach so zugesprochen.
  6. Strafe und Verdammnis für diejenigen, die Gottes Vergebungsangebot ablehnen, werden von Young einfach ausgelöscht. Unabhängig von der religiösen oder ideologischen Ausrichtung der Lesers bzw. Zuschauers werden ihm die Vergebung Gottes und die himmlische Ewigkeit versprochen.
  7. Die Erlösung durch den Tod Jesu am Kreuz ist im Film überflüssig geworden; Gott vergibt einfach so, ohne irgendwelche Form der Sühne.

Der Bibelbund stellt demgegenüber fest: 1. Gott ist keine Frau. 2. Es ist Gotteslästerung ihn als begrenzten, fehlerhaften Menschen darzustellen. 3. Gott begegnet dem Menschen vor allem in der Bibel im Gebet und in der Predigt, nicht in einer undifferenzierten Naturmystik. 4. Es gibt keine Vergebung ohne den Opfertod Jesu am Kreuz. 5. Es gibt auch keine Vergebung ohne Einsicht in die eigene Sünde, Glaube an Jesus und die Bitte um Vergebung. 6. Nicht allen Menschen wird von Gott vergeben und nicht alle werden in der himmlischen Ewigkeit sein.

Schlussendlich ist „Die Hütte“ lediglich eine überlange, in kitschigen Bonbon-Bildern aufgenommene Predigt über das Gottesverständnis von Autor William Paul Young und Regisseur Stuart Hazeldine, sowie eine esoterische, mit christlichen Gedanken angereicherte Variante von „Alles wird schon irgendwie gut!“ und „Wir lieben uns doch alle!“

Aus christlicher Sicht ist diese Film-Predigt eine Verfälschung und Verspottung des biblischen Evangeliums und eine grundlegende Entwertung von Reue, Umkehr und vom Tod Jesu am Kreuz, an den sich Gläubige gerade zu Ostern erinnern wollen.

Hier finden Sie eine ausführliche Besprechung des Buches, das den Film inspiriert hat.